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Liken ist gut, Teilen ist besser

Liken ist gut, Teilen ist besser

Warum man das, was einem gefällt, teilen sollte
4 Dezember 2015

Nach wie vor ist es das A und O in der Online-Welt an Likes für die Facebook-Seite zu kommen, um damit zu glänzen. Je mehr, desto besser. Wo sie herkommen, spielt da nicht unbedingt eine zentrale Rolle. Ein kleines Unternehmen, das durch Likes im fünfstelligen Bereich auffällt, steht zunächst natürlich super da. Mit hohen Zahlen lockt man Kunden, denn was andere mögen, kann ja nicht schlecht sein.

Organische und bezahlte Reichweite

Ein Blick hinter die Kulissen verrät aber meist schnell: Da wurde ordentlich eingekauft. Auffällig niedrige Interaktionsraten auf dem Profil bei extrem hohen Follower-Zahlen? Das ist verdächtig. Stellt sich dann auch noch heraus, dass 70% aller Fans aus dem Ausland sind, bestätigt das meist den Verdacht. Trotzdem funktioniert’s, denn hohe Zahlen schinden Eindruck, obwohl das Thema „gekaufte Likes“ schon lange kein Geheimnis mehr ist.

Wenn sich das Konkurrenzunternehmen bei ansonsten sehr ähnlicher Online-Aufstellung statt mit mageren 150 mit beeindruckenden 15.000 Followern präsentiert, ist das erstmal ernüchternd. Wie kommt man da ran? Was mache ich falsch? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen und lassen ein Unternehmen etwas mutlos zurück. Dabei gibt es dazu gar keinen Grund, denn tatsächlich sind Likes zwar gut, aber es geht noch besser: Mit Shares!

Warum werden Inhalte überhaupt geteilt?

Natürlich, weil sie Mehrwert bieten. Aber wie sieht der in diesem Fall konkret aus? Der Spruch „Sharing is caring“ bringt es ganz gut auf den Punkt. Nur jemand, der dem Inhalt aus irgendeinem Grund eine Bedeutung beimisst, die für ihn selbst von Nutzen ist, wird auf den Share-Button klicken.

Leute teilen, wenn sie glauben damit anderen helfen zu können, also ihrerseits damit ihren Freunden einen Mehrwert zu bieten. Oder aber, um das eigene Image etwas aufzupolieren und sich als besonders witzig und schlau zu präsentieren. Manchmal teilt der Nutzer auch aus Gutmütigkeit, um ein Unternehmen zu unterstützen, das er gut findet. Und im Idealfall besteht eine derart hohe Markenidentifikation, dass einfach blind alles geteilt wird, was die Marke so an Beiträgen ausspuckt.

Deshalb steht Teilen über Liken

„Shares“ gehen einen Schritt weiter als Likes, denn sie zeigen, dass der Beitrag für die Person als wertig genug angesehen wurde, um ihn weiter zu verbreiten. Geteilt wird weniger spontan als ge-liked, es ist eine Art Kompliment. Einen Share-Button anzuklicken ist nicht so eine Wegwerfgeste wie das Liken. Und das weiß auch Facebook. Genauer gesagt, der Facebook Algorithmus Edgerank, der geteilten Inhalten das meiste Gewicht zuweist.

Relevanz für das Content-Marketing

Geteilte Inhalte, also Shares, sind daher der perfekte Weg mit der Content-Marketing-Strategie so richtig loszulegen. Gerade für kleine Unternehmen und Start-ups, die sich über Content bekannter machen möchten. Denn erstellter Content will auch verteilt werden, um Traffic zu erzeugen. Das geschieht natürlich über die Social-Media-Kanäle. Geteilte Inhalte erlangen im Newsfeed anderer Nutzer viel mehr Aufmerksamkeit als Likes. Letztere erscheinen zwar ebenfalls dort, werden aber nicht so gut wahrgenommen und lösen seltener eine nachfolgende Handlung aus, als Shares.

Gut Ding will auch hier Weile haben

Also: Ruhig bleiben, wenn die Follower-Zahlen noch keine unerreichten Höhen angenommen haben. Wer auf hochwertige Inhalte setzt und diese regelmäßig verteilt, erhält auch Shares. Und über die kommen nicht nur Besucher, sondern auch neue Fans. Echte Fans, die bleiben und da sind, weil sie überzeugt wurden und etwas beitragen möchten. Nicht, weil sie gekauft wurden. Am Ende geht eben immer Qualität vor Quantität.

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