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5 verrückte Marketingaktionen, die funktioniert haben

5 verrückte Marketingaktionen, die funktioniert haben

So werden Marketingaktionen viral
18 Juli 2017
Marketing Aktionen die funktioniert haben

Im Marketing muss man manchmal verrückt sein. Dabei besteht natürlich ein Risiko: Falsch angegangen kann man mit exotischen Werbeaktionen durchaus den eigenen Ruf schädigen. Richtig angegangen lockt aber auch die Aussicht auf virale Verbreitung. Hier fünf der verrücktesten Marketingaktionen des 21. Jahrhunderts, die ein voller Erfolg waren.

Rettungsboote über Vancouver

September 2008: In der kanadischen Küstenstadt Vancouver hängen Rettungsboote von Hochhäusern, Rettungsschwimmer sitzen in der Fußgängerzone und unter Sitzbänken sind Schwimmwesten angebracht. Der Grund? Offsetters, ein kanadisches Unternehmen für Klimaschutzlösungen wollte auf die Gefahr aufmerksam machen, die von Globaler Erwärmung ausgeht. Mit Erfolg: Die vergleichsweise kostengünstige Kampagne sorgte für viel Aufmerksamkeit. Vielleicht könnte man das ja ein wenig südlich in Washington mal wiederholen…

Ein Monat im Museum

2010 befand sich das Museum of Science and Industry mitten in einem 205 Millionen Dollar teuren Renovierungs-Projekt. Nicht zuletzt deswegen galt es, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Zu diesem Zweck veranstaltete man im Juli 2010 eine Aktion, in der der/die Gewinner/in eines internationalen Wettbewerbs für einen Monat im Museum wohnen konnte – wie in einem Hotel. Die Erlebnisse galt es dann fleißig bei Twitter, Facebook, YouTube und Flickr zu verbreiten, um am Ende 10.000$ abzusahnen. Man hatte mit etwa 100 Bewerbungen gerechnet. Daraus wurden über 1500, begleitet von einem Sturm von Interesse aus TV, Print und Internet. Nach dem Auszug der Gewinnerin Kate McGroarty stiegen die Besucherzahlen so stark an, dass das Projekt später noch einmal wiederholt wurde. Knapp 60% der Gäste hatten angegeben, von der Aktion gehört zu haben, viele waren allein deswegen gekommen.

Riesenschlangen in Kopenhagen

2009 zerquetschten riesige Schlangen der Gattung Boa Constrictor Busse in der dänischen Hauptstadt. Optisch zumindest. Der Kopenhagener Zoo bewarb damit eine neue Reptilienausstellung. Auf Fotos sieht’s super aus, vor Ort wirkten die Schlangen wohl „etwas flach“. Über Zoos mag man denken, was man will, aber die Werbung lockte Besucher.

Metro Trains: Dumb ways to die

Niedliche Zeichentrickfiguren, bunte Farben, lustige Musik – und schlimme Arten, zu sterben. Für das städtische U-Bahn-Unternehmen im australischen Melbourne produziert, wurden im November 2012 im Radio, bei iTunes und nicht zuletzt bei YouTube „Dumb Ways to Die“, also dämliche Arten zu sterben, präsentiert. Das niedliche, wenn auch makabre Animationsfilmchen und nicht zuletzt die eingängige Musik sollten die Fahrgäste auf unterhaltsame Weise an die eigene Sterblichkeit erinnern und so Unglücken vorbeugen. Bessere Indizien für den Erfolg gibt es nicht als die Tatsache, dass Unfälle nach der Aktion um 20% zurückgegangen sind. Und, dass die Kampagne mittlerweile mit Kuscheltieren und einem Mobile Game weitergeführt wurde.

Felix Baumgartners Sprung aus der Stratosphäre

Fast fünf Jahre ist es nun her, seit Felix Baumgartner aus 39 Kilometern Höhe aus der Stratosphäre sprang, um nach mehr als vier Minuten freien Falls seinen Fallschirm aufzuspannen. Darauf zu sehen: Der Stier von Red Bull. Auch auf Helm und Schultern seines Anzugs prangte das Logo des österreichischen Energy-Drinks. Laut Red Bull handelte es sich hierbei keineswegs um eine Werbeaktion, sondern um ein wissenschaftliches Projekt. Na, wenn das so ist... So oder so dürfte der Fall mit Überschall bei Millionen von Live-Zuschauern und weiteren Millionen Youtube-Klicks sicher einen gewissen Marketing-Erfolg mit sich gebracht haben.

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